Die Zukunft von WordPress – DSGVO und Gutenberg

Bei unserem März-Treffen haben wir uns die Zukunft von WordPress einmal in der Glaskugel angesehen. Im ersten Teil hat uns Marcus den aktuellen Stand von Gutenberg vorgestellt, anschließend gab Stefan einen Einblick in die Zeit nach dem 25. Mai, ab diesem Tag greift die „neue“ DSGVO.

Wie gehts, Gutenberg?

Mit, geplant, Version 5 von WordPress soll der neue Editor, genannt Gutenberg, ausgerollt werden. Im Moment kann man ihn als Plugin installieren und den aktuellen Stand im Beta-Status testen. Seit dem letzten Blick beim Meetup auf den Editor ist etwas Zeit vergangen, und er hat sich von 0.5.2 auf 2.4.0 entwickelt.

Das dahinterliegende Blockkonzept erscheint bekannt, und orientiert sich an den bekannten Sitebuildern.Leider mit den damit verbundenen Nachteilen, wie ein Blick in wp_posts zeigt:

<!-- wp:table -->
<table class="wp-block-table">
<tbody>
<tr>
<td style="width:423px">Spalte 1<br/></td>
<td style="width:92px">Spalte 2<br/></td>
<td style="width:92px">Spalete 3<br/></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<!-- /wp:table -->

Statt reinen Contents nun also auch Formatierung in der Datenbank – da fragt Stefan zurecht nach, ob sich das nicht mit dem API-Ansatz beißt, den über die API will ich ja eigentlich reinen Content bekommen…

Es hakt, hier, aber auch dort

Aber wer hat Zeit, sich um solche Petitessen zu kümmern, wenn es im Editor selbst noch nicht so rund läuft. So gut die Idee sein mag, dass man z.B. bei installieren Caldera-Forms einen Block „Caldera-Form“ einsetzen kann, wenn dieser aber nur sporadisch funktioniert. Und so ziehen sich die kleinen und größeren Probleme noch durch das Arbeiten mit Gutenberg, den man aktuell noch nicht brauchbar einsetzen kann. Viele Demovideos die die tollen neuen Features zeigen sind mit eigens gecodeten Themes erstellt, sobald man ein Standard-Theme verwendet wird es schon schwieriger mit dem einen oder anderen. Aber das sollte noch werden.

Aber, schön zu sehen, es gibt bereits erste Erweiterungen für Gutenberg, um weitere Blocks, und auch komplette Vorlagen für Seiten und Beiträge kann man schon erstellen, auch wenn es dann mitunter noch beim Veröffentlichen haken kann.

Ebenso spannend der Ansatz der „Shared Blocks“, die man seitenübergreifend anlegen kann. Einmal den Block geändert wird dessen Text an allen Stellen angepasst – ein Feature das Lust auf mehr macht. Ebenso die fertigen Blocks für Beiträge bestimmter Kategorien oder einer Kategorienanzeige – das musste man bisher per Code oder Plugin erledigen, das spart man sich in Zukunft.

Wird das Internet am 25. Mai ausgeschaltet?

Anschließen erläutert uns Stefan den deprimierenden Einfluss der DSVGO, die ab dem 25. Mai zur Anwendung kommt. Auch wenn nun eigentlich zwei Jahre Zeit war, um die neuen Regelungen vorzubereiten ist momentan sehr viel Unruhe spürbar, denn langsam wird klar wie tief die neue Regelung in die vorhandenen Abläufe eingreift. Während Stefan uns Mut macht, dass der WordPress-Core bis dahin konform sein wird, sieht das bei vielen Plugins noch düster aus.  Zudem werden zukünftig wohl mit den Hostern Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung nötig, sollten Daten von Besuchern der Webseite eingetragen und auf dem Server gespeichert werden(Mailadressen bei Newsletter, Einträge von Kontaktformularen,..). An vielen Stellen muss der Besucher der Seite darauf hingewiesen werden was mit seinen Daten passiert, und es wird uns noch das eine oder andere „ok“ oder „Einverstanden“ Fensterchen anlächeln, wenn wir nach dem 24. Mai eine Webseite besuchen. Schöne, neue Zeit…

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